1. Plattform-Treffen "Zivilgesellschaft, Partizipation" am 12. und 13. März 2010
Am Szenario-Workshop nahmen 14 Personen teil, die unterschiedliche Akteursgruppen vertraten. Die Kombination zivilgesellschaftlicher Akteure mit Repräsentanten der Kommunalverwaltung erwies sich im Arbeitsprozess als sehr fruchtbar. Kommunale Akteure waren mit dem Thema Adaptation und insbesondere mit seinen unterschiedlichen Implikationen für Stadt und Land vertraut. Zivilgesellschaftliche Akteure verfügten über viel Alltagwissen. Mehrere Teilnehmer beschrieben ihre Erfahrungen mit Überschwemmungen und das Gefühl des Ausgeliefertseins. Zentralen Fragen der Teilnehmenden waren:
- Was kommt in Zukunft auf uns zu?
- Welche praktischen Anregungen gibt es in Bezug auf den Umgang mit klimabedingten Veränderungen?
- Kann es beispielsweise für bislang individuelle Risiken gemeinschaftliche Lösungen geben?
Anliegen der kommunalen Akteuren war vor allem eine mittel bis langfristige bürgernahe Anpassungsstrategie ihrer Städte/Kommunen. Für die zivilgesellschaftlichen Akteure standen konkrete, kurz bis mittelfristige Handlungshinweise im Umgang mit Wetterextremen sowie Steuerungsmöglichkeiten von gesellschaftlichen und politischen Prozessen in den Vordergrund. Darüber hinaus wurde die Notwendigkeit tiefgehender struktureller Veränderungen angesprochen, die mit der Aussage „Wir brauchen einen Paradigmenwechsel von Staat zu Bürgerinitiativen!“ umschrieben werden können. Auf Basis der gemeinsamen Diskussion und Arbeit waren weitere Ergebnisse des ersten Plattform-Treffens zwei qualitative Szenarien, wie es in den Städten und auf dem Land im Jahre 2040 mit der Anpassung an die Folgen des Klimawandels im besten bzw. im schlechtesten Falle bestellt sein könnte.
Dynamische Anpassung an die Auswirkungen des Klimawandels in der Emscher-Lippe-Region (Ruhrgebiet)

